Berufssprüche

Bekanntlich verbringen wir mehr Zeit am Arbeitsplatz als mit der eigenen Familie. Verständlich also, dass sich Berufssprüche und Witze über den Beruf großer Beliebtheit erfreuen. Ob dabei die eigene Person oder andere im Mittelpunkt stehen: Berufe und Berufsgruppen fordern dazu auf, sie zu analysieren und – wenn’s sein muss – aufs Korn zu nehmen.
Menschlich sind Berufssprüche allemal. Sei es, dass sie auf eigener Erfahrung fußen oder auf dem unmittelbaren Erleben mit unterschiedlichen Berufsgruppen im Alltag. Als notwendiges Übel sind Berufe und Berufswelt für Sprüche geradezu prädestiniert und somit fester Bestandteil des deutschen Witze- und Zitatenschatzes.

Berufssprüche


ChefLehrer



Der Psychiater fragt seinen neuen Patienten:
“Was sind sie denn von Beruf?”
“Automechaniker.”
“Dann legen Sie sich mal unter die Couch.”


Dein Beruf ist, was dich ruft….


Der meisten Leute Fehler ist es, dass sie bei ihrem Berufe immer nur an den Lohn, nie an die Arbeit denken.


Das Wichtigste im Leben ist die Wahl eines Berufes.
Der Zufall entscheidet darüber.


Wie wenig Menschen sind zu dem berufen, was sie ihren Beruf nennen!


Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.
Konfuzius


Mit dem Beruf geht es wie mit der Ehe, man merkt das Störende darin schließlich nicht mehr so.


Übrigens: Wer keinen Beruf erlernt hat, hat nur zwei Möglichkeiten:
Hilfsarbeiter oder Politiker zu werden.


Für den Workaholic gilt es, zwischen einer Zeit ohne Leben
und einem Leben ohne Zeit den goldenen Mittelweg zu finden.


Berufssprüche mit langer Tradition

Dichter, Künstler, Philosophen: sie alle haben immer schon einen Blick auf den Berufsalltag gehabt und treffende Worte dafür gefunden. Die Bandbreite reicht dabei von begeisterter Zustimmung bis hin zu kritischer Ablehnung. Anhand der jeweiligen Sprüche lässt sich auch die ökonomische und soziale Entwicklung nachzeichnen. So rühren viele Bauernregeln aus den Zeiten einer vorindustriellen Agrarnation her, als die Wettervorhersage eine Sache von Erfahrung und Beobachtung war. Bauernregeln waren häufig verknüpft mit bestimmten Zyklen und Feiertagen des bäuerlichen Jahrs. Gerade sie sind ein gutes Beispiel dafür, wie sich traditionelle Überlieferungen in die moderne Zeit hin bewahrt haben.
Ob das mangelnde Zutreffen der Bauernregeln allerdings zu den so genannten Bauernwitzen geführt hat, ist nicht geklärt. Fest steht immerhin, dass in dieser Art Witz noch die Erinnerung an eine hauptsächlich landwirtschaftlich geprägte Zeit anklingt.

Berufssprüche großer Dichter

Die deutsche Sprache ist reich an Zitaten und Sprüchen über das Berufsleben. Häufig lässt sich nicht mehr mit Gewissheit sagen, wo die jeweiligen Ursprünge liegen. Jedoch sind Berufssprüche nicht immer Bestandteil einer langlebigen Folklore, sondern erst relativ spät entstanden. Einer der beliebtesten Dichter und Humoristen des 19. Jahrhunderts, Wilhelm Busch, war beispielsweise ein großer Beobachter der Arbeitswelt. Unvergessen ist seine Schilderung des tollpatschigen Schneiders Meister Böck oder des pedantischen Lehrers Lämpel, dem seine Vorliebe fürs Pfeiferauchen zum Verhängnis wird. Einen Stand, auf den es Busch besonders abgesehen hatte, war der des behaglichen, biedermeierlichen Bürgers. Diesen karikierte er weniger in seiner täglichen Arbeit, als vielmehr in seinem Ruhebedürfnis, das ihm durch allerlei Missgeschick verleidet wird.
Und so gibt es eine Reihe bedeutender Schriftsteller und Dichter, die mit ihren treffenden Schilderungen den nicht immer leichten Arbeitsalltag versüßen. Von Goethe über Mark Twain bis hin zu Kurt Tucholsky haben alle schon einmal einzelne Berufe oder den Berufsalltag kommentiert.

Sprüche für verschiedene Berufsgruppen

In Berufssprüchen zu gewissen Gruppen können sich vielerlei Empfindungen ausdrücken. Wenn etwa dem Handwerk goldener Boden bescheinigt wird, so drückt sich darin ein unverrückbarer Glaube an Wert und Beständigkeit aus. Auch diese Sichtweise stammt aus einer vorindustriellen Zeit. Aus einer Zeit, in der heute gebräuchliche Begriffe wie Fließbandarbeit, Burnout oder Mobbing noch nicht alltäglich waren.
Groß ist auch die Anzahl der Berufssprüche, die sich mit dem „typischen“ Beamten befasst. Dieser wird häufig als akribischer, genau nach Vorschrift arbeitender Bürokrat persifliert. Der Alptraum vieler Antragsteller, das Hindernis im Paragraphendschungel, an dem sie hoffnungslos scheitern. Ambivalent wird auch die Tätigkeit von Medizinern beäugt. Einerseits sind sie unentbehrlich für die Gesundheit. Andererseits umgibt ihr Tun häufig eine Aura des Geheimnisvollen. Dabei muss es noch nicht einmal um sogenannte Wunderheiler gehen. Besonders beliebt sind Berufssprüche, die auf die Tätigkeiten von Psychiatern und Psychologen abzielen.

Weitere typische Gruppen für Berufssprüche:

  • Maurer
  • Postboten
  • Polizisten
  • Programmierer

Oft gehört eine gute Portion Kopfschütteln dazu, um sich über bestimmte Berufsgruppen in ironischer Weise zu äußern. Das trifft zum Beispiel auch auf Manager zu. Hier spielt eine Spur von neidvoller Bewunderung mit hinein. Das mühelose Jonglieren mit immensen Geldsummen erweckt insgeheim Begehrlichkeiten. Manchmal lassen sich diese sich nicht anders als durch einen gepfefferten Witz oder markanten Spruch lösen.

Chef Sprüche

Natürlich profitieren Chefs davon, dass sie ihre Sprüche aus der Position der Stärke formulieren können. Aber Stärke ist letztendlich auch das, was die Mitarbeiter von ihnen erwarten. Ein Chef ohne Führungsstärke macht für ein Team keinen Sinn, denn dann fährt es mit der Selbstorganisation genau so gut.

21. Dezember 2014 in Berufssprüche

Lehrersprüche

Zunächst einmal gibt es Lehrer- und Schülersprüche schon sehr viel länger als die PISA-Studie der OECD. Das Lehrer-Schüler-Verhältnis gehört zu den ältesten Institutionen der Menschheit – auch wenn für die Wissensvermittlung früher noch keine Häuser gebaut wurden.

21. Dezember 2014 in Berufssprüche