Saufsprüche

Saufsprüche gibt es so lange, wie Menschen gemeinsam zum Verzehr von Speisen und/oder Getränken zusammenkommen. Da ohne einen Empfänger ein vorgebrachtes Wort wenig Sinn macht, sind sie auf soziale Interaktion ausgerichtet. Sie wollen Menschen gemeinsam in Beziehung treten lassen, zum bloßen Trinken oder zum Anstoßen auf das Wohlergehen eines bestimmten Empfängers anregen und einen Redeinhalt in literarisch gehobener Form vortragen. Letzteres geschieht in Prosa oder Lyrik, wobei sich Reimschemen bei Trinksprüchen großer Beliebtheit erfreuen, die einzig auf Alkoholkonsum zielen. Sie können zuweilen aber auch obszön wirken. Für das Gelingen eines Trinkspruchs ist der Empfängerkreis von entscheidender Bedeutung: Bildungsstand, Anlass, kultureller Hintergrund und anderes sind zu berücksichtigen. Als Motive treten insbesondere Gesundheit und Wohlergehen eines Empfängers hervor, was mitunter angesichts eines Überkonsums von Alkohol fragwürdig wirken kann.

Saufsprüche


Trinksprüche



Das erste Bier, das löscht den Durst.
Ein zweites stimmt mich heiter.
Nach dreien ist mir alles Wurst, drum sauf’ ich einfach weiter.


Egal wie dicht du bist. Göthe war Dichter.


Mir gehts nicht gut.
Irgendwer hat mir was ins Bier, oder in den Tequila, oder in den Wein, oder in den Ouzo, oder in den grünen Cocktail… getan.


Delirium Delarium voll wie ein Aqarium.


Einen Whisky-Soda bitte.
Aber ohne Soda.
Ich trink doch nichts wo Fische drin ficken.


Die dunkelste Kneipe ist bedeutend besser als der hellste Arbeitsplatz.


“Bist du betrunken?”
“Nein Mann, der Baum hat mich was gefragt!”


Ich geh erst heim wenn es hell ist.
Sicher ist sicher!


Bereits 53 Flaschen Bier täglich decken den Kalziumbedarf eines erwachsenen Menschen.
Gesunde Ernährung kann so einfach sein.


Lieber saufen bis zum abwinken als winken bis zum absaufen


Ich trink nicht viel, aber saufen tu ich umso lieber.


Ich kaufe jetzt nur noch dieses gesunde Wasser mit Zusätzen drin.
Hier ist zum Beispiel Hopfen und Gerste mit drin.


Wieso nur ein Bier kaufen, wenn man zum doppelten Preis auch zwei haben kann?


Ich habe mir ein Brauereipferd gekauft.
Ich werde mein Bier in Zukunft selber melken.


Dieses Bier schmeckt so, als würde ich es morgen nicht zur Arbeit schaffen…


“Besoffen” ist nur eine Abkürzung für “Besonders offen”.


Jeder will mir das Wasser reichen, aber ich bleib bei Bier.


Das einzige Gemüse was ich mag, ist das Bier.


Gestern habe ich aufgehört zu Trinken, heute feier ich mein Comeback!


Säfte haben 12 Vitamine…
Na und? Jägermeister hat 56 Kräuter!


Ich liebe es, mit Wein zu kochen!
Gelegentlich gebe ich ihn auch ins Essen.


Man ist solange nicht besoffen, wie man auf dem Boden liegen kann, ohne sich festhalten zu müssen.


Bier hinterlässt keine Rotweinflecken.


Lieber … Bier im Bauch als Wasser in den Beinen.


Ursprung eines Trinkspruchs

Bei römischen Autoren finden sich vielfach Überlieferungen von üppigen Schmausereien, bei denen Unmengen von Fisch und Fleisch gereicht wurden. Aber auch Tauben, Fasane, Haselmäuse und Perlhühner erfreuten sich großer Beliebtheit. Dabei lagen die Römer auf einem Sofa an einem Tisch und hielten einen Arm auf ein Polster gestützt. Vor Ihnen befand sich ein Tisch von dem sie Essen nehmen konnten. Und insbesondere kamen auch Getränke, allem voran der Wein, nicht zu kurz. Dabei wurde bei Trinksprüchen ebenso angestoßen, wie bei Rezitationen aus der auswendig gelernten Literatur. Häufig stand hierbei inhaltlich das Wohlergehen römischer Gottheiten im Vordergrund. Auch in der Folge der Jahrhunderte blieben Trink- und Saufsprüche durch die Verfügbarkeit von Alkohol und dem Gesellschaftsaspekt des Essens und Trinkens präsent.

Ziel eines Trinkspruchs

Grundsätzlich ist für die Wahl eines Trinkspruchs der Bildungsstand, die kulturelle Prägung, der Anlass,der Grad der Verbundenheit und die Größe einer Tischgemeinschaft entscheidend. Dabei richtet sich ein Sender an den oder die Empfänger und animiert zum Trinken. Vielfach wird der Trinkvorgang von Sender und Empfänger gleichzeitig ausgeführt. Dabei stehen Gesundheit und Wohlergehen einer oder mehrerer spezieller Personen aus der Gruppe, jedes Einzelnen Mitglieds der anwesenden Schar oder eines Dritten im Vordergrund. Mitunter dienen Saufsprüche auch dazu, Alkoholkonsum nur um des Trinkens willen zu forcieren. Hierbei treten dann Motive, wie Imponiergehabe und Mithaltenkönnen in den Vordergrund; auch sexuelle und obszöne Motive treten dann hervor. Seltener kommen heute im Rahmen von Kneipenrunden Sprüche zu Ehren eines Gottes vor.

Formen eines Trinkspruchs

Trinksprüche unterliegen keinen speziellen Formvorschriften. Sie gestalten sich der Umweltsituation entsprechend. Dennoch können folgende Hauptarten unterschieden werden:

  • Prosaische Form: In der Regel sind prosaische Trinksprüche der Gattung Toast sehr nahe. Dabei erfolgt die Rede üblicherweise frei. Die Ausführungen, die vielfach in einen Trinkspruch münden, können insbesondere bei Ehrungen von Persönlichkeiten länger ausfallen.
  • Lyrische Form: Hierbei zeichnet sich der Trinkspruch durch eine besonders gestaltete Form aus; mitunter wird dieses auch durch ein Reimschema erkennbar. Letzteres prägt sich durch das Wiederholen gleichlautender Silben bei den Empfängern besonders gut ein.

Manchmal werden Saufsprüche auch in Form eines Rituals in Gruppen gemeinschaftlich vorgetragen. Dabei kommen auch Körpersprachelemente, wie Mimik und Gestik, zum Einsatz, die meist im gemeinsamen Erheben eines mit Alkohol gefüllten Glases und gegenseitigem Zuprosten münden.

Lustige Trinksprüche

Die heute geläufigste Form des Trinkspruchs ist die, in der alle Anwesenden in den Spruch einstimmen und im Anschluss das Glas leeren. Dadurch wird zum einen die Gruppenzugehörigkeit gestärkt und zum anderen die Trinkbereitschaft erhöht.

18. Dezember 2014 in Saufsprüche