Texte

Es sind die unterschiedlichsten Gründe, die uns in schallendes Gelächter ausbrechen lassen können. Wir hören einen Gag, wir sehen einen Cartoon, Comic, Slapstick, eine Filmkomödie, einen Blödelstreifen, einen Schwank, einen Kabarettisten, Comedian … Überall lauern Scherze: gezeichnet, gemalt, skizziert, erzählt, geflüstert, dargestellt – und geschrieben. Dementsprechend und abhängig von der Art der Vermittlung haben die jeweiligen Spaßbotschafter unterschiedliche Instrumente an der Hand: körperlich mit Mimik und Gestik, stimmlich, oder mit Tusche, Stift und Tastatur. Vor allem aber verfügen sie über das besondere Talent, Sachen zum Lachen in ihrem Inneren zu produzieren.

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Lustige Texte



Lustiger Scheidungsbrief

Meine liebe Frau

Meine liebe Frau, ich schreibe dir diesen Brief, um dir zu sagen, dass ich dich für immer verlassen werde. Ich war dir in 7 Jahren wirklich ein guter Mann. Aber die letzten 2 Wochen waren die Hölle. Heute hat dein Chef mich angerufen, um mir zu sagen, … dass du deine Arbeit gekündigt hast. Letzte Woche bist du nach Hause gekommen und hast nicht gemerkt, dass ich einen neuen Haarschnitt habe, dass ich dein Lieblingsessen gekocht hatte und dass ich neue seiden Boxershorts anhatte. Du hast schnell gegessen, dir deine Lieblingsserien angeschaut und hast dich dann schlafen gelegt. Du sagst mir nicht mehr, dass du mich liebst und wir hatten keinen Sex mehr. Wir machen nichts mehr, dass uns verbindet. Na ja, ich will dir nur sagen, dass ich für immer verschwinden werde. Such bitte nicht nach mir. Dein Ehemann!

P.S. : Deine Schwester und ich werden nach West Virginia ziehen und dort ein wundervolles Leben führen!

Mein lieber Ex-Mann

Mein Lieber Ex-Mann : Nichts hat mich heute mehr ermuntern können, als deinen Brief zu lesen. Es stimmt, dass wir 7 Jahre lang verheiratet waren, doch ist es sehr weit hergeholt zu behaupten, dass du ein guter Ehemann warst. Ich hatte sehr wohl bemerkt, dass du einen neuen Haarschnitt hattest, fand aber, dass du damit wie ein Mädchen aussiehst :) Und als du mein Lieblingsessen gekocht hattest, hast du mich bestimmt mit meiner Schwester verwechselt, denn ich esse schon seit 7 Jahren kein Schweinefleisch mehr. Und wegen deiner neuen Seidenboxershorts … Ich habe mich von dir weggedreht, als ich das Preisschild von 49, 99 Euro gelesen habe, was noch dran hing, denn diese Summe hatte meine Schwester an dem Tag von mir geliehen ! Nach alledem liebte ich dich trotzdem noch und ich habe mir gedacht, dass wir trotz der Probleme eine Lösung zusammen finden würden. Als ich dann 10 Millionen Euro im Lotto gewonnen habe, habe ich meine Arbeitstelle gekündigt und uns erstmal 2 Tickets nach Jamaica gekauft. Als ich vom Geschäft zurückkam, da warst du schon weg. Ich habe mir dann gesagt, dass alles seine Gründe hat. Ich hoffe du hast jetzt das wundervolle Leben , das du dir gewünscht hast. Mein Anwalt sagte mir übrigens, dass du mit deinem Brief keinen Cent von mir erhalten wirst. Also pass gut auf dich auf. Deine reiche, freie Ex-Frau.

P.S.: Ich habe dir nie gesagt, dass meine Schwester Karla als Karl geboren wurde, ich hoffe, das ist kein Problem für dich :)


Bonusfrage in einer Klausur: Ist die Hölle exotherm oder endotherm

Im folgenden eine wirklich gestellte Frage im Abschlusstest Chemie der UNI Maynooth (Grafschaft Kildare, Irland).

Die Antwort eines Studenten war so “tiefschürfend”, dass der Professor sie seinen Kollegen nicht vorenthalten wollte und über das Internet verbreitete, weshalb wir uns nun ebenfalls darüber amüsieren dürfen.

Bonusfrage: Ist die Hölle exotherm (gibt Wärme ab) oder endotherm (absorbiert Wärme)?

Die meisten Studenten mutmaßten mit Hilfe von Boyles Gesetz, dass sich Gas beim Ausdehnen abkühlt und die Temperatur bei Druck sinkt oder etwas in der Art.

Ein Student allerdings schrieb folgendes:

Zuerst müssen wir herausfinden, wie sehr sich die Masse der Hölle über die Zeit verändert. Dazu benötigt man die Zahl der Seelen, die in die Hölle wandern und die Zahl jener Seelen, die die Hölle verlassen. Ich bin der Meinung, dass man mit einiger Sicherheit annehmen darf, dass Seelen, die einmal in der Hölle sind, selbige nicht mehr verlassen. Deswegen verlässt keine Seele die Hölle. Bezüglich der Frage, wie viele Seelen in die Hölle wandern, können uns die Ansichten der vielen Religionen Aufschluss geben, die in der heutigen Zeit existieren.

Bei den meisten dieser Religionen wird festzustellen sein, dass man in die Hölle wandert, wenn man ihnen nicht angehört. Da es mehr als nur eine dieser Glaubensbekenntnisse gibt und weil man nicht mehr als einer Religion angehören kann, kann man davon ausgehen, dass alle Seelen in die Hölle wandern. Angesichts der bestehenden Geburts- und Todesraten ist zu erwarten, dass die Zahl der Seelen in der Hölle exponentiell wachsen wird. Betrachten wir nun die Frage des sich ändernden Umfangs der Hölle. Da laut Boyles Gesetz sich der Rauminhalt der Hölle proportional zum Wachsen der Seelenanzahl ausdehnen muss, damit Temperatur und Druck in der Hölle konstant bleiben, haben wir zwei Möglichkeiten.

1. Sollte sich die Hölle langsamer ausdehnen als die Menge hinzukommender Seelen, wird die Temperatur und der Druck in der Hölle so lange steigen bis die ganze Hölle auseinander bricht.

2. Sollte sich die Hölle schneller ausdehnen als die Menge hinzukommender Seelen, dann werden Temperatur und Druck fallen, bis die Hölle zufriert.

Welche der Möglichkeiten ist es nun?

Wenn wir Sandras Prophezeiung miteinbeziehen, die sie mir gegenüber im ersten Studienjahr geäußert hat – nämlich, dass “es in der Hölle ein kalter Tag sein wird, bevor ich mit dir schlafe” – sowie die Tatsache, dass ich gestern mit ihr geschlafen habe, kommt nur Möglichkeit Zwei in Frage.

Deshalb bin ich überzeugt, dass die Hölle endotherm ist und bereits zugefroren sein muss.

Aus der These, wonach die Hölle zugefroren ist, folgt, dass keine weiteren Seelen dort aufgenommen werden können und sie erloschen ist … womit nur noch der Himmel übrig bleibt und die Existenz eines göttlichen Wesens beweist – was wiederum erklärt, warum Sandra gestern Abend die ganze Zeit “Oh mein Gott” geschrieen hat.

Dieser Student erhielt als einziger einen Einser!


Was alle Auslöser zum Wiehern vereint, ist das Überraschungsmoment – das, was den Witz an, in oder bei etwas ausmacht. Ein als bekannt vorausgesetzter Fakt erfährt eine neue Interpretation. Eine solche Pointe wird – sofern sie beabsichtigt war – im Idealfall mit einem Lacher des oder der Empfänger in Person von Zuhörer, -schauer oder sonstiger quittiert.

Wer nicht auf solche Reaktionen aus war, gehört zu denjenigen, die sich unfreiwillig zum Affen machen. Ohne eine solche Absicht dahinter ist es oft eine Situationskomik, die uns Nicht-Clowns die Hände auf die Schenkel klopfen lässt. Beleuchten wir bei der Gelegenheit auch die schriftlich festgehaltenen Kitzler einmal etwas näher, stellen wir fest: Innerhalb der sonstigen Witze-Kategorien stellen Texte ebenfalls unerschöpfliche Quellen für heitere Momente dar.

Wachset und mehret Euch, Ihr Narreteien

Die Länge von humoristischen Abfassungen ist unerheblich. Es können kleine Geschichten sein, aber genauso gut lediglich vereinzelte Satzelemente. Alles ist erlaubt, solange es Vergnügen bereitet. Wann das der Fall ist, hängt von diversen Faktoren ab. Deshalb werden lustige Formulierungen und/oder Wortlaute – ähnlich wie Witze – gruppiert, sortiert, katalogisiert und kategorisiert. Und dank moderner Kommunikationsmittel sowie digitaler Drucktechniken lassen sie sich auch überall veröffentlichen und verbreiten. Auf Kaffeetassen, Kissen, Postern …

Regeln und Gesetze

Während es Themen gibt, bei denen nicht (mehr) nachvollzogen werden kann, warum über sie gewitzelt wird, scheinen andere wiederum irgendwann irgendwie einmal handfeste Gründe mit ernstem Hintergrund geliefert zu haben, wie zum Beispiel Regeln.

Bauernregeln

Ursprünglich dienten Bauernregeln oder -weisheiten dazu, aus Generationen an Erfahrungswerten Bestimmungen festzumachen, die den Landwirten bei der Planung ihrer Arbeiten helfen sollten. So ist vor allem in puncto Ackerbau – von der Saat bis zur Ernte – jede Phase vom passenden Wetter abhängig. Bis heute finden sich in zahlreichen Kalendern solche zumeist in Reimen formulierte Regeln. Scherzbolde gestalten sie einfach um, indem sie den Stil beibehalten, aber mit Nonsens füllen.

Büroregeln

Mit ihnen wird versucht, leidigen Themen auf humorvolle Art zu begegnen – und damit vielleicht auch eine Besserung des Zustands zu erreichen. Solche Gegenstände, die immer wieder Grund zu Diskussionen liefern, sind beispielsweise herumstehende schmutzige Kaffeetassen.

Toilettenregeln

Sie wurden zunächst von Frauen aufgestellt, um den strahlenden Herren der Schöpfung zu erklären, wo es langgeht. Die schlugen dann irgendwann zurück, indem sie die Toilettenregeln ins Lächerliche ziehen.

Weitere beliebte Themen:

  • Benimmregeln
  • Eheregeln

Ähnlich ist es mit Gesetzen. Auch sie sollen uns als Richtlinien helfen, Ordnung aufrecht zu erhalten.

Murphy‘s Law

Es war 1949, als der US-amerikanische Air Force-Ingenieur Edward Aloysius Murphy Jr. (1918-1990) im Rahmen eines Raketenschlittenprogramm-Tests feststellte: „Whatever can go wrong wull go wrong.“ – „Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen.“ Dieser Satz ging als „Murphy‘s Law“ in die Geschichte ein. Er lieferte aber auch die Grundlage für unzählige Persiflagen. Sie sollen uns die nach „Murphys Gesetzen“ mitunter zwangsläufig sich ereignenden Schieflagen im Alltag leichter ertragen lassen. Zum Teil werden sie auch insbesondere auf Pechvögel umgemünzt.

Weitere beliebte Themen:

Gesetzestexte – Viele sind überholt, völlig veraltet oder bereits im Ansatz derart verkorkst, dass sie eigentlich nur (noch) als Witz angesehen werden können.

Sprüche und Reime

Sie sind mitten aus dem Leben gegriffen, können eine persönliche Philosophie demonstrieren, einem unbeliebte Zeitgenossen vom Hals schaffen, Antworten auf immer wiederkehrende dumme Fragen liefern … Sprüche sind einfach ein vielseitig einsetzbares Instrument. Und sie begegnen uns überall. Sogar auf der Toilette.

Sponti-Sprüche

Oft sind oder waren sie zunächst geläufige Redewendungen oder Sprichwörter, die dann abgewandelt wurden. Solche Modifikationen entstanden manchmal aus purem Jux und Dollerei, manchmal mit ernsthaftem Hintergrund. Die Veränderer waren zumeist sogenannte „Spontis“. Diese Mitglieder und Anhänger linksgerichteter Schüler- und Studenten-Gruppen waren während der 1970 bis in die 80er Jahre hinein politisch aktiv. Sie sahen sich selbst als nachfolgende Generation der „APO“ (außerparlamentarischen Opposition) sowie der „68-er“. Sponti-Sprüche wurden auf unterschiedlichsten Untergründen festgehalten: auf Bändern, an Wänden als Graffiti oder auf WC-Fliesen.

Weitere beliebte Themen:

  • Anmachsprüche
  • (Auto)Aufkleber
  • Gedichte
  • Handy-Sprüche (SMS, MMS)
  • Haussprüche
  • Kalauer
  • Klosprüche
  • Lebensweisheiten
  • Reime
  • Sinnsprüche
  • Spruchbänder
  • Sprüche zu besonderen Anlässen (Geburtstag, Jubiläum, …)
  • Schüttelreime
  • T-Shirt-Sprüche
  • Toilettensprüche
  • Werbesprüche
  • Werkstattsprüche

Schabernack an Lied und Küche

Umformulierungen von bekannten, sinnvollen Texten hin zu Harlekinaden sind beliebte Spielereien für kreative Quatschköpfe. Vormals bekannte Liedtexte erhalten einen völlig neuen Inhalt, klassische Koch- und Backrezepte einen frischen Touch.

Rechtschreib- und Grammatikfehler

Schadenfreude scheint häufig eine Rolle zu spielen, wenn es um die Frage geht: Was ist lustig? Blöde Sprüche klopfen kann jeder, aber sie auch schreiben? Auffällig oft fällt auf: Nein, kann nicht jeder. Genauso wenig wie die Schilderung eines Unfallhergangs. Und so gibt es unter rechtschreibfirmen Zeitgenossen viele böse, die aktive oder aktiv-passive Duden-Ignoranten einfach auslachen.

Aufsätze

Kinder und Betrunkene sagen immer die Wahrheit, heißt es. Selbstverständlich kann die auch geschrieben werden. Beispielsweise in Form von Schulaufsätzen. Wie oft finden sich da köstliche Formulierungen! Oder Erkenntnisse, die diese kleinen Persönlichkeiten durch ihre Beobachtungen schriftlich festhalten: frech, manchmal sogar beleidigend, clever, entlarvend, altklug.

(An)Schreiben und Briefwechsel

Über Rechtschreib- und Grammatikfehler in Briefen zu feixen, ist erlaubt. Zumindest intern. Dann kann es nicht verletzen. Auch unter dem Motto: „Der Kunde ist der Feind“ gibt es beispielsweise im Rahmen von Reklamationen ganze Sträuße mit Stilblüten und wahre Perlenketten an ulkigen Formulierungen. Funktioniert selbstverständlich genauso umgekehrt mit Handwerker- oder Reparaturberichten. Wem das noch nicht derb genug ist, bauscht die Inhalte solcher Schreiben noch weiter auf.

Weitere beliebte Themen:

Briefe

  • der Mutter an den Sohn
  • der Tochter / des Sohnes / des Kindes an die Eltern
  • an das Finanzamt
  • an das Gericht (Zeugenaussagen)
  • an die Redaktion (Leserbriefe)
  • an die Versicherung
  • von/an Verliebte (Liebesbriefe)

Text-Profis in Bedrängnis

Auch Schreib-Profis unterlaufen so manches Mal die dümmsten Fehler. Dann kann selbst eine gewollt-seriös geschriebene Berichterstattung als lustiger Medien-Artikel enden. War dies hingegen von einem „Dyl Ulenspegel“, wie Till Eulenspiegel zu Lebzeiten von 1300 bis 1350 hieß, beabsichtigt, wird dies als „Ente“ bezeichnet. Dasselbe gilt selbstverständlich auch für die geistigen Nachfahren des Lügenbarons Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen (1720-1797). Gerade in unserer Zeit machen solche Eseleien via Social Media im Internet eine rasend schnelle Runde. Ähnlich schief kann es mit falschen Übersetzungen fremdsprachlicher Texte gehen.

Beliebte Themen:

  • Bedienungsanleitungen
  • Montageanleitungen
  • Übersetzungen

Possenreißer mit dem Tod vor Augen

Wer über schwarzen Humor verfügt, hat es gut. Denn damit lässt sich das unangenehme, bei uns sogar oft auch tabuisierte Thema „Tod“ gut handeln. Unter der Einleitung „Die Letzten Worte …“ entstehen mit der weiteren Ausführung vor unseren Augen obskure, skurrile und makabere Szenerien von Personen oder menschlichen Vertretern diverser Berufsgruppen, die gleich explodieren, zerfetzt werden, abstürzen oder sonst auf (eigentlich) schreckliche Weise ums Leben kommen. Was haben sie in dem Moment gesagt, oder was mögen/könnten sie in der Situation wohl gesagt haben?

Weitere beliebte Themen:

  • Bestatter-Anekdoten
  • Galgenhumor
  • Pathologische Befunde

Abkürzungen

Was in Nordamerika schon längst ungeheuer beliebt ist, hat inzwischen auch bei uns in Europa Einzug gehalten: Abkürzungen. Gerade im Handy- oder Kommentarbereich sind sie äußerst populär geworden. Sie sparen Zeit und Geld. Deswegen sind sie auch in zahlreichen Berufen zu finden. Während Insider „Abk.“ ganz selbstverständlich anwenden und sich auch gegenseitig verstehen, gehören sie für Outsider zu Fach-Chinesisch. Was allerdings auch fantasieanregend sein kann – und so entstehen völlig neue, zum Teil völlig absurde Konstruktionen.

„Echt“ wissenschaftliche Publikationen

Drei Informatik-Studenten am US-amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist es zu verdanken, dass sich bereits seit 2005 zahllose gefakte wissenschaftliche Artikel in den unterschiedlichsten Fachkreisen tummeln. Der Paper-Generator ist eine Software, mit der sich solche Texte generieren lassen.

Apropos Software: Auch Beschreibungen von Usern, die unerfahrenen Nutzern den durch Viren verursachten Krankheitsverlauf ihrer Computer erklären, sind mitunter brillante Schelmenstücke.

Faxenmacher gibt es auch immer wieder in der Fachwelt. Druckerlehrlingen wurde eingebläut, sie mögen sich vor der „Bleilaus“ in Acht nehmen. Und 1974 beschrieb ein Arzt in dem Magazin „British Medical Journal“ das Phänomen der „Gitarren-Nippel“. John und Elaine Murphy konterten in einem offenen Brief mit einer angeblichen Beobachtung der Krankheitsentwicklung zum „Cello-Hoden“. Sie selbst lösten den Humbug wieder auf – 34 Jahre später. Legendär auch die 1983 von Konrad Kujau gefälschten Hitler-Tagebücher. In diesem Fall flog die Sache jedoch auf. Die Zeitschrift, die für dieses Schelmenstück umgerechnet 4,75 Millionen Euro bezahlt hatte, hat bis heute mit entsprechend beißendem Spott zu kämpfen.

Scherzfragen sind oft auch nur Satire

Es gibt Menschen, die einfach gerne alles wissen wollen. Kinder, zum Beispiel, oder Forscher. Oder Personen, die andere lediglich foppen wollen. Sinnige Fragen, auf die eine sinnige Antwort folgen könnte – aber möglicherweise nicht wirklich gefragt ist und deshalb eine unsinnige Auflösung erwartet wird. Wobei diese bei unsinnigen Rätseln quasi schon vorprogrammiert sind.

Zitate: Urheber sind keine Uhr-Heber

Selbstverständlich können sich Interessierte aus Sammelpools mit lustigen Texten darin bedienen und die entnommenen Scherze dann selbst mündlich oder schriftlich wiedergeben. Das Schöne daran ist, dass hier niemand wirklich nach dem Urheberrecht fragt.

Anders hingegen verhält es sich, wenn es um ein autorisiertes Zitat geht. Entweder hat die betreffende Person – prominent oder nicht – wirklich den Satz oder die Sätze vom Stapel gelassen. Oder das Wiederholte ist einem Buch, Theaterstück, Vortrag oder ähnlichem entnommen. Das betrifft auch beispielsweise oft Aphorismen, sprich: in ein paar Worte gefasste Eingebungen, auch „Gedankensplitter“ genannt. Folglich: wenn zitiert wird, dann bitte richtig und unter Angabe des betreffenden Namens.

In diesem Zusammenhang nur der Vollständigkeit halber der Hinweis: Wenn die Zitate lediglich als solche deklariert – also frei erfunden und einer mehr oder weniger berühmten Persönlichkeit in den Mund geschoben wurden, gilt die Nachweis- oder Belegpflicht selbstverständlich nicht.

Fragen, die die Welt nicht braucht

Fragen sind üblicherweise das probate Mittel, Erkenntnisse zu gewinnen und sich die Welt zu erschließen. Es gibt aber auch Fragen, die nur gestellt werden, um eine geistige Übereinstimmung zu demonstrieren. Der Gipfel dieser Sparte Fragen ist die rhetorische Frage, die überhaupt gar keine Antwort mehr benötigt. Der Referent stellt sie nur, um den Zuhörern zu […]

8. Dezember 2014 in Lustige Texte

Lustige Weisheiten

Die Menschheit lebt davon, dass Erfahrungen weitergegeben werden, und nicht jede Generation alles neu erfinden muss. Schon früh wurde deswegen dafür gesorgt, dass die Erfahrung in einen Vergleich oder in einen Spruch „gepackt“ wurde, damit sie sich auch in der Erinnerung verankert. Je knackiger formuliert, desto freudiger wird der Tipp auch weitergegeben. Dieses Prinzip hat […]

8. Dezember 2014 in Lustige Texte