„Chef, darf ich heute zwei Stunden früher Schluss machen? Meine Frau will mit mir einkaufen gehen.“
„Kommt gar nicht in Frage!“
„Danke Chef, ich wusste, Sie lassen mich nicht im Stich.“

Die Psychologie des Dialogwitzes: Der Einkaufs-Trick

Der Witz „Chef, darf ich heute zwei Stunden früher Schluss machen? Meine Frau will mit mir einkaufen gehen.“ – „Kommt gar nicht in Frage!“ – „Danke Chef, ich wusste, Sie lassen mich nicht im Stich.“ ist ein Paradebeispiel für einen gelungenen Dialogwitz, der auf einer raffinierten verbalen List basiert.

Die Komik entsteht hier nicht durch eine absurde Situation, sondern durch die zweideutige Interpretation der Verneinung durch den Mitarbeiter. Der Chef negiert die Erlaubnis („Kommt gar nicht in Frage!“), was der Mitarbeiter jedoch geschickt als Verneinung der Aussage „Meine Frau will mit mir einkaufen gehen“ umdeutet: Er unterstellt dem Chef, ihn vor dem lästigen Einkauf bewahren zu wollen, indem er ihm nicht die Erlaubnis gibt, dafür früher zu gehen. Die finale Wendung („Danke Chef, ich wusste, Sie lassen mich nicht im Stich.“) bestätigt die scheinbare Zustimmung und löst den Witz auf.

  1. „Der Witz demonstriert humorvoll, wie die Interpretation einer Verneinung den Ausgang eines Mitarbeitergesprächs komplett drehen kann.“

  2. „Die Stärke dieses Dialogwitzes liegt in der eleganten Umkehrung der Verweigerung in eine vermeintliche Bestätigung der Solidarität.“

  3. „Der Witz spielt mit der verbreiteten Vorstellung des lästigen Einkaufs und der impliziten Allianz zwischen Arbeitnehmer und Vorgesetztem.“

  4. „Diese Form des Humors wird oft im Büro-Setting genutzt, um Frustration über die Arbeitszeit auf spielerische Weise zu thematisieren.“

Kontext: Bürohumor, Dialogwitz, Wortwitz, Chef-Witz, Mitarbeitergespräch, Doppelbedeutung, humoristische Umdeutung, Feierabend, Vorgesetzter.

FAQ

  1. Was ist die Pointe des Witzes? Die Pointe liegt in der umgekehrten Interpretation der Ablehnung durch den Mitarbeiter. Der Mitarbeiter bedankt sich dafür, dass der Chef ihn nicht im Stich lässt, indem er ihm den lästigen Einkauf (der eigentliche Grund, früher zu gehen) erspart.

  2. Welche Art von Humor wird verwendet? Es handelt sich um einen Dialogwitz mit einem starken Element des Wortwitzes und der situationsbedingten Ironie.

  3. Hätte der Chef den Mitarbeiter austricksen können? Ja, der Chef hätte antworten müssen: „Nein, Sie müssen den Einkauf mit Ihrer Frau machen.“

  4. Warum will der Mitarbeiter wirklich früher Schluss machen? Der Witz impliziert, dass der wahre Wunsch des Mitarbeiters nicht der Einkauf ist, sondern die Vermeidung des Einkaufs, weshalb die Ablehnung des Chefs als positive Rettung interpretiert wird.

  5. Wie lautet der Dialog vollständig? „Chef, darf ich heute zwei Stunden früher Schluss machen? Meine Frau will mit mir einkaufen gehen.“ – „Kommt gar nicht in Frage!“ – „Danke Chef, ich wusste, Sie lassen mich nicht im Stich.“