Erotik Cartoons

Cartoons sind witzige Zeichnungen, die oft ohne Worte auskommen. Sie können aber auch mit Sprechblasen oder Untertexten ausgestattet werden. Wir wissen automatisch, dass es bei den knollen-nasigen Männchen und den vollbusigen Frauen im Cartoon um uns geht. Unser Spiegelbild wird aber in einer Form skizziert, die wir ertragen können. Der Cartoon verkürzt eine bekannte Situation auf ihr Minimum. Er setzt voraus, dass man durch wenige Worte und Zeichenstriche versteht, was Sache ist. Auch bei einem heilen Thema wie der Sexualität darf der Cartoon uns vorführen. Erotik Cartoons dürfen peinliche Situationen thematisieren und auf die Spitze treiben.

Kein Höschen


Sex


Viagra-Unfälle und peinliche Situationen

Liebesdinge und der Kampf der Geschlechter sind auch im Cartoon klassische Themen. Stark verkürzt und auf den Punkt gebracht, spiegelt sich im Erotik Cartoon das Dilemma der Menschheit. Elemente wie

  • Übertreibungen und Tabubrüche
  • eine Überzeichnung realer Eigenschaften
  • geschmackliche Grenzgänge
  • und aussagefähige Kommentare

machen den Witz von Erotik Cartoons aus. Der Mann sieht in jedem Alter den Blondinen nach. Viagra ist selbst für Tattergreise ein Thema. Dieses Potenzmittel hat die Welt der Liebe auch im Cartoon nachhaltig verändert. Früher war man ein Versager, wenn man nicht konnte. Heute ist man einer, wenn man vergisst, seine Wochenenddosis Viagra zu kaufen.

Die Crux mit der Erotik

Mit realen Erwartungen haben Erotik Cartoons nur bedingt zu tun. Trotzdem schwingt Erleichterung mit, wenn man über Sexuelles lachen kann. Der erotische Cartoon darf die eigene Lebenssituation lächerlich machen. Die Beliebtheit erotischer Cartoons erklärt sich auch dadurch, dass dieses Thema unser gesamtes Erwachsenenleben durchzieht. Frustrationen sind normal. Sie werden im Erotik Cartoon überspitzt. Wenn der Klischee-Mann auf die Klischee-Blondine trifft, ist das im Erotik Cartoon witzig. Das Lachen darüber befreit uns von den Makeln, von denen wir denken, sie beträfen nur uns. Bereits die alten Ägypter oder die Griechen und Römer nahmen die Erotik auf's Korn. Sie bewiesen dabei durchaus Humor. Der Cartoon als Kunstform entstand erst Mitte des 19. Jahrhunderts. Von da an gab es keine thematischen Tabus mehr. Man musste keine nackten Knollennasenmännchen zeigen, um Erotik zu thematisieren. Der Cartoon erlaubt, eine wirklichkeitsferne Darstellung zu nutzen, um Lacher zu erzeugen. Was Cartoonisten wie Marie Marcks oder Uli Stein im Cartoon zu Papier bringen, amüsiert uns königlich. Im eigenen Leben ist uns allerdings oft weniger zum Lachen. Nirgends gibt es mehr menschliche Dramen zu verzeichnen als in den Dingen rund um Sex, Erotik und Liebe.

Amors Pfeil und Liebeskummer

Im Erotik Cartoon darf mangels anderer Alternativen die elektrische Zahnbürste schon mal als Dildo herhalten. Im realen Leben würde vermutlich niemand auf diese Idee kommen. Aber im Erotik Cartoon darf es sein. Man muss darüber schmunzeln, obwohl eigentlich nichts gezeigt wird. Erotik Cartoons können explizit sein oder auf unsere regen Phantasien setzen. Auch im Erotik Cartoon sind Missverständnisse und Fehlinterpretationen zwischen den Geschlechtern ein wichtiges Thema. Weil man sich im Erotik Cartoon wiedererkennt, lacht man umso lauter. Manchmal lacht man aus Verlegenheit, manchmal in Erinnerung an ein ähnliches Erlebnis. Die Absurdität einiger realer Situationen ist einfach erschlagend. Erotische Zeichnungen und pornografische Geschichten regen die Phantasien an. Erotische Cartoons holen uns eher herunter, als dass sie uns aufheizen. Im Cartoon darf selbst ein männlicher Igel erotische Phantasien haben, wenn er eine nackte Puppe im Laden sieht. Es gibt da nur ein kleines Problem. Im erotischen Cartoon darf eine Bordsteinschwalbe einen Barcode auf dem Rock tragen. Das ist so absurd, dass man lachen muss. Zugleich hat es einen gewissen Wahrheitsgehalt, wie man weiß. Genau das macht einen Erotik Cartoon so spannend: Er schrammt bewusst an der Wahrheit entlang, biegt dann aber in eine unerwartete Richtung ab. Meistens ins Absurde.

Sex Cartoons

Folgt man einigen bekannten Psycho-Theorien, so bestimmt nichts so sehr unser Leben wie der Sex. Von Siegmund Freud bis zur modernen Werbepsychologie spielen die Geschlechter die Hauptrollen in der Abbildung der Wirklichkeit. Cartoons sind allerdings die einzige Kunstform, die diese Verhältnisse auch in der gesamten Breite abbilden können.

13. Dezember 2014 in Erotik Cartoons